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Die Ahnen des Pinzgauer Rindes kamen bereits um 800
v. Chr. mit den Kelten in das heutige Stammzuchtgebiet der Hohen Tauern
Salzburgs. In den verschied- |
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| Die schwarz-weiß Variante hielt sich nur
noch als sogenannte Glückskuh, die als Einzeltier auf jedem Hof gerne
gesehen wurde. Die Zuchtverbände bevorzugten aber die kastanienbraune
Farbe, sodass die schwarzen Pinzgauer heute schon sehr selten sind. Eine weitere Besonderheit sind auch die genetisch hornlosen Pinzgauer Rinder, die sogenannten "Joch- berger Hummeln". Auch diese genetische Variante ist bereits aus der Geschichte bekannt. Nachweislich wurde das erste hornlose Kuhkalb 1834 beim Hallerwirt in Aurach (Tirol) geboren. Jedoch galten hornlose Rinder früher als verkrüppelt, da das Anbringen eines Joches zur Arbeit nicht möglich war. Auf ein schönes Horn wurde viel Wert gelegt. Bereits 1820 wurden Pinzgauer Rinder nach Rumänien, Jugoslawien und und die Slowakei exportiert. In der österreichisch-ungarischen Monarchie war das Pinzgauer Rind die verbreitetste Rinderrasse. 1856 nahm eine Pinzgauer Kollektion an der Weltausstellung in Paris teil. 1873 brachte die Weltausstellung in Wien der Pinzgauer Rinderzucht abermals großes Ansehen. Besonders gefragt waren die auf Kummet und Stirnjoch ausgebildeten dreijährigen Pinzgauer Zugochsen. Die Zugleistung war neben Milch und Fleisch ein erklärtes Zuchtziel. 1893 zog in München ein Pinzgauer Ochsenpaar die fünffache Last seines gemeinsamen Körpergewichtes und bewältigte dabei die Strecke von einem Kilometer in 8,5 Minuten. Nachgefragt wurde den Pinzgauer Ochsen auch in Frankreich, wo sie wegen ihres besonders saftigen Fleisches geschätzt wurden. |
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Das Pinzgauer Rind wurde in den folgenden
Jahrzehnten gezielt ge- züchtet, wobei besonders auf die Fruchtbarkeit, Robustheit und Ge- sunheit geachtet wurde. Während des 2. Weltkrieges verloren die Pinzgauer Rinderzüchter ihre Eigenständigkeit und alle züchteri- schen Aktivitäten waren stark eingeschränkt. 1950 wurde die Ar- beitsgemeinschaft der Pinzgauer Rinderzüchter gegründet. Das ge- steckte Ziel war wiederum die Züchtung eines gesundes, wieder- standsfähigen, fruchtbaren und langlebigen Rindes, welches froh- wüchsig, futterdankbar, anpassungsfähig, mastfähig ist und eine gute Milchleistung, sowie Arbeitsleistung erbringt. |
| Mit der zunehmenden Technisierung erübrigte
sich das Zuchtziel "Arbeitsleistung". Verstärkt wurde auf die Milch- und
Fleischleistung geachtet. Die Änderung der Tierzuchtgesetze zwischen 1965
und 1971 hob bestehende Rassenbeschrän-kungen auf das bisweilen geschlossene
Stammzuchtgebiet des Pinzgauer Rindes wurde rasch durch Umstellung auf
an- dere Rinderrassen geschwächt. Die zunehmende Spezialisierung in der Landwirtschaft verlangte nach immer höheren Milch-leistungen. Deshalb wurde 1969 die Hereinnahme von Red Friesian-Blut zur Verbesserung der Milchleistung, Euterform und Melkbarkeit beschlossen. Die Kreuzungstiere sind nach wie vor in den Milchwirtschaftsbetrieben des Alpenvorlandes sehr beliebt. Dem Konzept standen aber ein Teil der Züchter im Berggebiet mit Skepsis gegenüber und behaarten auf der Rein- zucht. Tierzuchtdirektor Dr. Josef Lederer erarbeitete das derzeit geltende Zuchtprogramm, welches wieder auf Reinzucht ausgerichtet ist. Im Ausland befinden sich zum Teil recht ansehnliche Pinzgauer Populationen, welche mit Ausnahme der Slowakei, Rumänien und Slowenien ausschließlich auf Fleisch gezüchtet werden. Das Pinzgauer Rind im österreichischem Stammzuchtgebiet präsentiert sich derzeit als leistungsbetonte Zweinutzungsrasse. Aufgrund der breiten genetischen Varianz ist es sowohl für die Milchproduktion als auch für die Fleischerzeugung geeignet. |